Die Junge Union (JU) befürwortet den Kauf des sogenannten Köllmann-Hauses durch die Wiesbaden Holding. “Durch den Kauf des seit Jahren leer stehenden Hauses kann die Stadt Unternehmen, die sich an der Mainzer Straße ansiedeln möchten, ein Angebot machen”, sagt die JU-Vorsitzende Astrid Wallmann. In der Vergangenheit wollten bereits mehrere namhafte Unternehmen dort ansässig werden, dies scheiterte aber stets an den unklaren Eigentumsverhältnissen des Gebäudes. Diese würden nun beseitigt, sagt Astrid Wallmann.
Möglich wird der Kauf des Köllmann-Hauses, weil die EBS ihre im Wintersemester 2010/2011 startende Law School vorübergehend dort unterbringen möchte. “Die Stadt findet erst einen Mieter und dann wird das Haus gekauft, das ist sehr vernünftig”, meint Astrid Wallmann. Da die EBS 2013 in die Gerichtsstraße umziehen wird, stehe das Köllmann-Haus schnell für neue Ansiedlungen zur Verfügung, so Astrid Wallmann.
Verwundert ist die JU-Vorsitzende über die Agitation der Wiesbadener Jusos gegen den Kauf. “Die Stadt hat unabhängig von der EBS ein Interesse am Kauf des Köllmann-Hauses”, betont Astrid Wallmann. Die EBS hingegen brauche für ihren ersten Law School-Jahrgang mit maximal 200 Studenten noch nicht das Gebäude in der Gerichtsstraße, das Platz für 800 Studenten bietet. “Hier treffen sich also die Interessen von Stadt und EBS – und das ohne vorherige vertragliche Vereinbarung”, entgegnet Astrid Wallmann den Juso-Spekulationen.



