„CO²-Einsparung möglich, aber bislang unberücksichtigt“

(pi) „Die Diskussion um das geplante Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue greift zu kurz“, stellt die Vorsitzende der Jungen Union Wiesbaden, Astrid Wallmann, fest. Recherchen der Jungen Union Wiesbaden haben ergeben, dass ein großer europäischer Kraftwerksbauer in der Lage ist, den CO²-Ausstoß von Kohlekraftwerken in den nächsten Jahren um bis zu 90 Prozent zu reduzieren. In den USA ist man bereits dabei, ein auf 850 Megawatt ausgelegtes CO2-reduzierendes Kohlekraftwerk bis zum Jahr 2010 zu errichten – in Polen wird ein ganz ähnliches Projekt verfolgt.

Aus Sicht der Jungen Union Wiesbaden ist das derzeit geplante Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue alternativlos, denn es gelte eine preisstabile und sichere Stromversorgung für die Städte Wiesbaden und Mainz zu garantieren. Dem von der Mainzer CDU-Spitze ins Gespräch gebrachte Gas- und Dampfkraftwerk räumen die Jungpolitiker hingegen aufgrund der voraussichtlich nicht vertretbaren Gaslieferpreise wenig Chancen auf Realisierung ein. Überrascht ist man bei der Jungen Union Wiesbaden, dass der norwegische Kraftwerksbetreiber Statkraft nun plötzlich auf dem Plan stehe. Es sei erstaunlich, dass Statkraft als zweitgrößter Energielieferant Europas nicht von sich aus auf KMW zugegangen sei, da auch dort die diesbezüglichen Pläne der KMW mit Sicherheit seit langem bekannt waren. Aus Unternehmersicht wäre dies der einzig logische Schritt gewesen.

Es mute zudem seltsam an, dass die CDU Mainz hinter dem Rücken des KMW-Aufsichtsrats und -Vorstands, „Privatverhandlungen“ aufgenommen habe. Die Junge Union Wiesbaden stimmt den kritischen Ausführungen des früheren Vorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion Mainz und jetzigen Mitglied des KMW-Aufsichtsrates, Armin Korn, die er im Anschluss an den Kreisparteitag in Finthen gemacht hat, inhaltlich uneingeschränkt zu.

Die Junge Union Wiesbaden erkennt, trotz ökologischer Bedenken gegenüber dem Kohlekraftwerk, an, dass man aus Gründen der Versorgungssicherheit nicht um eine Realisierung herumkommen werde. In diesem Zusammenhang weist die Junge Union Wiesbaden auch daraufhin, dass beispielsweise im umweltbewussten Finnland, in England oder Frankreich jüngst weitere Atomkraftwerke gebaut bzw. geplant werden – in Deutschland hingegen muss man sich allerdings mit dem von rot-grün beschlossenen Atomausstieg abfinden. „Man sollte schleunigst den Streit zwischen den Parteien ausräumen, stattdessen alle Anstrengungen für eine Verwirklichung bündeln und sich ernsthaft um die bereits verfügbare CO²-reduzierende Technik bemühen“, appelliert Astrid Wallmann.

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