“Die DDR war kein Kuschelstaat”

Neue Vorsitzende der Jungen Union Wiesbaden, Astrid Wallmann, kritisiert Verharmlosung von Linksextremismus

(pi) „Das ist erneut eine bewusste Täuschung der Bürger von links“, kommentiert die neue Vorsitzende der Jungen Union Wiesbaden, Astrid Wallmann, den Plan der Linkspartei weiterhin Kandidaten der linksextremen DKP bei Kommunalwahlen zu unterstützen.

Vor kurzem hatte eine niedersächsische Landtagsabgeordnete und DKP-Mitglied den Bau der Berliner Mauer verteidigt und die Wiedereinführung der Stasi gefordert. Sie war über die Liste der Linkspartei in den Landtag eingezogen. Nach Protesten hatte die Linkspartei erklärt, DKP-Kandidaten fortan nicht mehr auf ihren Listen kandidieren lassen zu wollen. Nun sollen doch DKP-Mitglieder bei Kommunalwahlen für die Linkspartei antreten. „Dieser Wortbruch zeigt deutlich, dass die Linkspartei sich nicht aus Überzeugung von Mauer- und Stasi-Schwärmereien distanziert. Die Wähler werden belogen, hinter dem sozialen Anstrich der Linkspartei verbirgt sich ein Fundamentalismus, der uns in ein System der Unfreiheit zurückführen möchte“, so die JU-Vorsitzende.

Mit Besorgnis sieht die junge Politikerin, die auch für die CDU im Wiesbadener Stadtparlament sitzt, die Tendenz zur Verharmlosung linksextremistischer Vereinigungen und die Beschönigung der Verbrechen, die im Namen des Sozialismus verübt worden sind. „Die Verbrechen der braunen Nationalsozialisten wurden aufgearbeitet und ihre unbelehrbaren Nachfolger werden zurecht entschieden bekämpft. Für die Umtriebe der roten Sozialisten scheint sich aber niemand mehr zu interessieren, und die DDR-Vergangenheit wird oft nostalgisch verklärt.“ Es sei Hohn und Spott für die Opfer der DDR-Diktatur, dass die Linkspartei mittlerweile sogar in westdeutschen Parlamenten als Regierungspartei gehandelt werde, zeigt sich die JU-Vorsitzende Astrid Wallmann empört. Statt wie Frau Ypsilanti mit Ewiggestrigen gemeinsame Sache zu machen, sei es Aufgabe der demokratischen Parteien, die DDR-Vergangenheit schonungslos aufzuarbeiten.

Besonders den Jüngeren, die die DDR nur aus Erzählungen kennen, müsse gezeigt werden, dass die DDR kein idyllischer Kuschelstaat, sondern ein totalitäres Regime mit einer menschenverachtenden Ideologie war. Zu verhindern, dass die DDR-Verbrechen vergessen werden, darin sieht auch Astrid Wallmann eine Aufgabe für ihre gerade begonnene Amtszeit als Vorsitzende der Jungen Union Wiesbaden.

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