JU Wiesbaden: „Keine Mehrheit für Windräder erkennbar!“

WIESBADEN. Überrascht zeigt sich die Junge Union (JU) Wiesbaden aufgrund der Aussage von Oberbürgermeister Sven Gerich in der Frankfurter Rundschau vom 1. Juli, dass „eine repräsentative Umfrage mit einem Ergebnis zu Gunsten von Windrädern auf dem Taunuskamm durchgeführt wurde“.

„Uns ist nicht bekannt, dass eine solche repräsentative Umfrage von Seiten der Stadt durchgeführt oder beauftragt wurde“, so Manuel Denzer, Vorsitzender der JU Wiesbaden. Der JU Wiesbaden ist nur bekannt, dass eine sogenannte Präsenzumfrage, welches ein unsystematisches und unkontrollierbares Interviewen von willkürlichen Personen ist, von dem Institut DialogBasis im Auftrag der Stadt für einen Preis in Höhe von ca. 20.000€ durchgeführt wurde. Thema dieser Umfrage war auch nicht das konkrete Projekt Windkraft auf dem Taunuskamm, sondern die allgemeine Einstellung der befragten Personen zum Thema Energiewende.

„Wir kritisieren diese unnötige Ausgabe nachdrücklich, denn eine Präsenzumfrage mit einer repräsentativen Umfrage gleichzusetzen ist abenteuerlich. Eine Präsenzumfrage hat keinerlei repräsentativen Charakter!“ hebt Manuel Denzer mit dem Verweis auf ein führendes Fachbuch hervor: „Das Ergebnis solcher nichtrepräsentativen Umfragen ist zwischen Zeitverschwendung und Betrug einzustufen(*)“.

Die JU Wiesbaden dagegen setzt sich für eine offene Diskussion über Windräder auf dem Taunuskamm ein: „Wir erwarten von Oberbürgermeister Gerich, dass er entweder die Umfrage im Zuge seines Transparenzangebotes offen legt oder klarstellt, was er mit dieser Aussage gemeint hat. Die Wiesbadener Bürger sollten in einem so wichtigen Thema durch Unsachlichkeit nicht irregeführt werden“, betont Denzer abschließend.

(*): Noelle-Neumann, E. & Petersen, T. (2005) : „Alle, nicht jeder: Einführung in die Methoden der Demoskopie“ , Springer Verlag, S. 254

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