Junge Union Wiesbaden fordert Stadt, Bund und Automobilkonzerne zur Aktion auf

WIESBADEN. Der Wiesbadener Kreisverband der Jungen Union reagiert auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts und setzt sich für ein nachhaltiges Umweltkonzept für Wiesbaden ein.
Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts am heutigen Dienstag zwingt die Stadt zur Umsetzung einiger Maßnahmen zur Reduzierung der Feinstaubbelastung. Ein Verbot von Dieselfahrzeugen lehnen wir ab!

Der Dieseltreibstoff wird seit Jahren vom Staat subventioniert, um die festgelegten CO2-Ziele erreichen zu können, denn Dieselfahrzeuge stoßen aufgrund der effizienteren Verbrennung des Kraftstoffs weniger des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids als Benziner aus. Seitdem die Feinstaubbelastung zum allumfassenden Thema in den Städten geworden ist, wird der Kraftstoff nur noch verflucht. Anstatt den Diesel nun aber, aufgrund der höheren Emissionen von Feinstaub und Stickoxiden aus allen Städten zu verbannen und die Bürger, welche sich auf die Einhaltung der Richtlinien verlassen haben, zu schädigen, sollten die bestehenden Möglichkeiten genutzt werden, um die Feinstaubwerte in der Stadt zu verringern.
So gibt es beispielsweise die sehr effiziente Möglichkeit durch Mooswände, wie sie z.B. in Stuttgart bereits zum Einsatz kommen, den Feinstaub und die Stickoxide zu binden und sogar zu verringern. Diese könnten an neuralgischen Punkten der Stadt errichtet werden, um langfristig für ein besseres Stadtklima zu sorgen. „Wir müssen alle Maßnahmen in Betracht ziehen und sofort handeln!“, so die Forderung des Kreisvorsitzenden der JU Wiesbaden, Dennis Friedrich, an die Stadt.

Vor allem jüngere Autofahrer würden im Falle eines Verbots von Dieselfahrzeugen Schaden nehmen, da Fahranfänger häufiger mit älteren Fahrzeugen unterwegs sind, welche eher zu den betroffenen gehören.

Weiterhin fordern wir den Bund dazu auf, im Gespräch mit den Automobilkonzernen eine Regelung zu treffen, dass Dieselfahrzeuge umgerüstet werden und somit ihre Betriebserlaubnis erhalten bleibt, ohne dass für betroffene Bürger Nachteile entstehen.

„Die Folgen des Dieselskandals dürfen nicht an den Bürgern hängen bleiben“, so Friedrich. Ein Dieselfahrverbot würde auch den Automobilkonzernen enorme Schwierigkeiten bereiten, da die Einhaltung der vorgegeben CO2-Werte bei Benzinern deutlich schwieriger ist. Eine Lockerung der Grenzwerte ist keine Lösung, die der Umwelt zu Gute kommen würde. Darum die Forderung an die Automobilkonzerne: „Werden Sie jetzt tätig und entwickeln Sie Dieselfahrzeuge, aber auch die Elektromobilität, weiter, damit wir unsere Umweltziele erreichen und die deutsche Automobilindustrie weiter weltmarktführend bleiben kann!“

Überdies tritt die Junge Union dafür ein, weitere Ladesäulen für Elektrofahrzeuge im Stadtgebiet einzurichten, um so die Elektromobilität nicht nur zu lobpreisen, sondern sie praktikabel zu fördern und somit einen Beitrag zum Schutz unseres Klimas sowie einer verbesserten Luftqualität zu erbringen. Wir begrüßen zudem die Idee der Begrünung von Gebäudedächern der öffentlichen Hand und ermutigen auch die Privatwirtschaft zu solchen Projekten.

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