Junge Union Wiesbaden kritisiert Aufstellen der Erdogan-Statue

WIESBADEN. Am Abend des 27.08.2018 wurde eine überlebensgroße Erdogan-Statue am Platz
der deutschen Einheit enthüllt. Die Junge Union (JU) Wiesbaden kritisiert die Aktion im Rahmen
der „Wiesbaden Biennale“.

Ein Kommentar des Vorsitzenden der JU Wiesbaden, Dennis Friedrich:

Schnell hat es die Runde gemacht und sorgte für große Verwunderung. Schnell war die
Stimmung angespannt und einige Gemüter erhitzt. Genau dies ist das Ziel der noch bis zum
02.09. stattfindenden „Wiesbaden Biennale“, welche in diesem Jahr das Motto „Bad News“ trägt
und unter anderem das Foyer des Staatstheaters in einen Rewe hat werden lassen. Nicht wenige
fragen sich aber in Bezug auf die Erdogan-Statue: Zu welchem Preis?

Die Stimmung zwischen Deutschland und der Türkei ist seit Jahren angespannt. Provokationen
von Seiten Erdogans ist man bereits gewohnt. Doch die Probleme sind nicht nur außenpolitisch
geprägt. Gerade innenpolitisch ist die Thematik gesellschaftsspaltend. Man spricht von sich
bildenden Parallelgesellschaften, hat Angst, dass eine Erdogan-Statue zur Pilgerstätte werden
könnte. Wohlgemerkt die Statue eines Despoten, welcher die Demokratie und Freiheiten der
türkischen Bürger mit Füßen tritt.

Natürlich ist es einfach als türkisch-stämmiger Deutscher oder gar türkische Staatsbürger in
Deutschland für Erdogan zu stimmen, während man in Deutschland die Grundrechte und
Freiheiten genießen kann, welche dort abgeschafft werden. Sehen konnte man dies an den
Wahlergebnissen aus Deutschland. Wächst den Menschen die Freiheit über den Kopf?

Es war ein Fehler der Politik – keine Frage. Man dachte bis in die 90er Jahre hinein, dass die
nach Deutschland gekommenen Gastarbeiter, welche beim Wiederaufbau unseres Landes halfen,
wieder zurückkehren würden. Die Folge war, dass man sich nicht bemühte eine Integration
stattfinden zu lassen. Nun haben wir Orte in Städten, in denen die deutsche Sprache bei Weitem
nicht die am meisten gesprochene Sprache ist. Einigen der dort lebenden Personen fehlt es an
Integration, Emanzipation ist ein Fremdwort, Erdogan ein Held mit dessen Statue man freudig
Selfies schießt und nicht zu vergessen sind die Restaurantbesitzer, die, auf Grund ihrer Tätigkeit
in islamistischen Organisationen, vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

Schluss damit!

Es gilt jetzt die rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen um Bürger nachträglich zu Integrations- und
Deutschkursen zu verpflichten, der Doppelpass gehört endlich abgeschafft und der Bildung von
Parallelgesellschaften und ausländischen Vierteln muss stärker entgegengewirkt werden. Wir
leben in einem freien Land und jeder hat das Recht seine Meinung frei zu äußern, aber wenn ein
nicht unwesentlicher Teil der hierlebenden Türken diese Freiheit ausnutzt um die Abschaffung
einer Demokratie zu unterstützen – muss man neu ansetzen und härter durchgreifen.

Danke Biennale – Ziel erreicht.

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