Junge Union Wiesbaden kritisiert Schulstreiks als Mittel zum Protest

WIESBADEN. Die Junge Union (JU) Wiesbaden spricht sich gegen die Methode des
Schulstreikens als Mittel zum Protest aus.

Die sich bundesweit verbreitenden Schulstreiks durch die Bewegung „Friday for Future“ haben in
Deutschland eine breite Debatte ausgelöst. Ist das Schule-schwänzen ein legitimes Mittel zum
Protest? Die Junge Union Deutschlands hatte zuvor bereits dieses Vorgehen kritisiert.

Im Rahmen der programmatischen Veranstaltungsreihe „#JUtalk“ lud die Junge Union Wiesbaden
die Wiesbadener Initiatoren von „Fridays für Future Wiesbaden“ zu einem Diskussionsabend ein.
Im Gespräch kam seitens der Nachwuchspolitiker zum Ausdruck, dass man den Einsatz für den
Klimaschutz unterstützt. Man hält jedoch an der Schulpflicht fest und betont, dass diese nicht durch
die Demonstrationsfreiheit auszuhebeln ist. Demonstrationen außerhalb der Schulzeit würden den
Ernst der Demonstrierenden unterstreichen und sie von dem oft vorgebrachten Vorwurf befreien
nur einen Vorwand zum Schwänzen der Schule zu nutzen.

Mitgegeben wurde den Initiatoren auch der Hinweis, dass darauf aufmerksam gemacht werden
sollte, dass die Teilnahme an einer Demo für den Klimaschutz alleine nicht ausreicht. Der Verzicht
auf das „Mami-Taxi“, Coffee-to-go-Becher oder das Herunterdrehen der Heizung beim Verlassen
des Hauses wären erste Maßnahmen, mit denen jeder Schüler seinen persönlichen Beitrag für mehr
Nachhaltigkeit und eine bessere Umwelt leisten kann. „Solche Maßnahmen benötigen Disziplin
und ein klares Bewusstsein für das Thema. Dass diese auch den Initiatoren in Gänze nicht
leichtfallen, wurde an dem Abend klar, als sich eine der Initiatorinnen als Vegetarierin outet, die
allerdings nicht auf ihre Lederhandtaschen verzichten könne“, so der JU-Kreisvorsitzende, Dennis
Friedrich.

Des Weiteren sei eine konstruktivere Auseinandersetzung mit dem Thema Klimaschutz seitens der
Bewegung wünschenswert. Eine Beteiligung der Ortsgruppen am stadtpolitischen Diskurs und das
Vorbringen konstruktiver Vorschläge zur städtischen Klimapolitik wären sicherlich zielführend.
Konkretere Vorschläge zu Klimaschutz und -politik könnten die öffentliche Debatte bereichern
und die Ausarbeitung von Lösungen erleichtern und beschleunigen. Die JU Hessen beschloss
bereits einige klima- und umweltpolitische Anträge und arbeitet an deren Umsetzung.

Der nächste Schulstreik soll am 12. April in der Wiesbadener Innenstadt stattfinden.

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