Junge Union Wiesbaden sagt Ja zur City-Bahn – mit Bedingungen

WIESBADEN. Die Junge Union (JU) Wiesbaden befürwortet den Bau einer City-Bahn zwischen Wiesbaden und Mainz. Das Votum ist jedoch an Bedingungen geknüpft.

Bereits auf der Klausurtagung im beschaulichen Limburg beschloss der Vorstand der JU Wiesbaden, nach mehrstündiger Diskussion, das Projekt City-Bahn unter Vorbehalt zu unterstützen. Nach der dezidierten Auseinandersetzung mit allen Punkten, die sowohl für den Bau einer City-Bahn sprechen, als auch denen, die dagegen anzuführen sind, formulierte der Vorstand Forderungen welchen seitens der Stadt erfüllt werden müssen um dem Projekt zuzustimmen.

„Ich freue mich, dass wir so konstruktiv zu einer Entscheidung gekommen sind und Vorschläge unterbreiten anstatt blindlinks mit Ja oder Nein zu stimmen“, so der Vorsitzende der JU Wiesbaden, Dennis Friedrich, zur Entscheidung des Vorstands. „Es gibt viel zu Bedenken und diverse Wünsche der Bürger zu berücksichtigen und zu beachten. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Klar ist: Wir müssen die Infrastruktur der Landeshauptstadt verändern und zukunftsorientiert gestalten.“

Folgende Punkte sind an das Votum geknüpft:

  • Vermeidung von Oberleitungen im historischen Fünfeck und dort wo es baulich möglich ist durch Unterleitungen oder Batteriebetrieb
  • Begrünung von Oberleitungsmasten (falls Aufstellung unausweichlich)
  • Ermöglichung von Ausweichfahrstrecke (begrünte & befahrbare Gittersteine)
  • Größtmögliche Vermeidung von Baumverlust
  • Größtmögliche Vermeidung von Parkplatzverlust
  • Berücksichtigung des Gesamtkonzepts (P&R, Fahrradstreifen, Car- & Bikesharing)
  • Brückenkonzept (3. Rheinbrücke) vorantreiben
  • Nutzung frei gewordener Buskapazitäten zur Verdichtung der Bustaktung auf weiterbestehender Linien und Verbesserung der Anbindung von Stadtteilen und Wohngebieten (Ausbau des Liniennetzes)
  • Anpassung der Wagons an das Stadtbild („Stadt des Historismus“ „Nizza des Nordens“)
  • Anreize für ÖPNV-Nutzung schaffen
    • Sicherheit: Kontrollintensität steigern, Videoüberwachung ausbauen
    • Preise: Vergünstigung von Zeitkarten
  • Verkehrsberuhigung der Biebricher Allee vom 1. bis zum 2. Ring (ggf. Fahrradstraße)
  • Im Anschluss an den Bau der ersten Strecke: Aufbau eines Schienennetzes mit Anbindung der Vororte und Gemeinden im Umfeld der Landeshauptstadt um den Durchgangsverkehr zu verringern
    • Ausbau Richtung Rheingau und MTK

Weiterhin hofft die JU Wiesbaden auf mehr Transparenz seitens der ESWE beim dem weiteren Fortgang des Projekts sowie einem sachlichen Umgang der beiden Bürgerinitiativen untereinander, fern ab von populistischen Parolen und Falschmeldungen.

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