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Am 14. März 2021 wählen die Wiesbadener ihr neues Stadtparlament und bestimmen dadurch maßgeblich, wie sich die Stadt in den kommenden 5 Jahren entwickeln wird. Seit der letzten Wahl im Jahr 2016 wurde die Stadtpolitik von einigen Affären und Intrigen überschattet. Dies führte zu einem Buch über die politischen Geschehnisse und verlieh der Stadt den abfällig zu wertenden Spitznamen "Filzbaden". Hier möchten wir einen klaren Schlussstrich mit einer Politik ziehen, welche die Politik- und Parteienverdrossenheit fördert. Als junge Kandidaten möchten wir nicht nur neue Denkweisen und frischen Wind in das Stadtparlament bringen, sondern auch eine bisher nicht dagewesene Transparenz in unserem Tun. Wir sehen es als unsere Pflicht an, die Bürger, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben, dauerhaft auf dem Laufenden zu halten, was im Stadtparlament passiert und wie der Stand der Abarbeitung unserer Forderungen ist.
Unsere Forderungen setzen auf drei Hauptthemen: Erstens Umwelt und Mobilität, zweitens der Attraktivitätssteigerung und Identitätsfindung der Stadt, sowie Drittens der Digitalisierung der Stadtverwaltung und Angebote für die Bürger und Touristen. Unter diesen Punkten haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir Wiesbaden weiterentwickeln und zukunftsfähig machen wollen – gerade auch in Konkurrenz zu anderen Städten des Rhein-Main-Gebiets. Natürlich liegt der Fokus für die Junge Union dabei in erster Linie auf der jungen Generation.

Wir setzen uns dafür ein, dass Wiesbaden in Puncto Mobilität nicht nur beim Verkehrs- und Parkleitsystem an der Spitze Deutschlands steht, sondern wünschen uns auch bei der Lebensqualität und Nachhaltigkeit eine deutliche Steigerung. Dabei soll nicht ein Verkehrsmittel bevorzugt werden, sondern grundsätzlich ein situationsangepasstes, attraktives Angebot für alle Verkehrsteilnehmer geschaffen werden.

Wiesbaden auf Spur bringen

  • Wir fordern ein Ende der verfrühten und wenig sinnvollen Verdrängungsmethode des Individualverkehrs zu Lasten der Umwelt (Staus) und der Nerven der Pendler und Anwohner. Hierbei befürworten wir durchaus den Bau von z.B. Umweltspuren, allerdings sollten diese nicht für Staus und Stress sorgen, sondern den Verkehr ergänzen. Das geht erst, wenn man den Menschen adäquaten Ersatz zum eigenen Auto anbietet, sodass es durch Umweltspuren nicht zum Verkehrskollaps kommt.

  • Wir fordern ÖPNV-Direktverbindungen von allen Park & Ride-Anlagen, zum Beispiel von der Kahle Mühle, in die Innenstadt sowie den Ausbau der bestehenden und die Schaffung neuer P&R-Anlagen (z.B. am Bahnhof Wiesbaden-Ost).

  • Wir fordern die adäquate Nutzung des bestehenden Garagenfonds zur Schaffung neuer Parkmöglichkeiten und zeitgleich auch zur Attraktivitätssteigerung. So unterstützen wir den Bau einer unterirdischen Quartiersgarage am Elsässer Platz und den Bau einer Grünanlage auf dem Elsässer Platz.

  • Wir fordern die Einführung von Schnellbussen, die umliegende Gemeinden direkt und ohne Zwischenstopp an die Wiesbadener Innenstadt anbinden, wodurch der Individualverkehr vermindert werden kann.

  • Zur Entlastung der Knotenpunkte zwischen den Landeshauptstädten Wiesbaden und Mainz, fordern wir den Bau einer dritten Rheinbrücke für den ÖPNV, den Individualverkehr und Fußgänger weiter voranzutreiben.

  • Wir fordern eine Prüfung der Möglichkeiten das bestehende Fahrradnetz insoweit auszubauen, dass sowohl innerstädtische Fahrradwege, z.B. von Breckenheim in die Innenstadt, als auch weitere Verbindungen zu den Gemeinden um Wiesbaden, zu Radschnellwegen auszubauen bzw. zu ergänzen. Zugleich sollen Parkplätze, die im Zuge des Ausbaus des Fahrradnetzes wegfallen, im nahen Umfeld ersetzt werden.

  • An signifikanten Punkten fordern wir die Aufstellung von Fahrradgaragen, die ein sicheres Abstellen - insbesondere auch von hochwertigen E-Bikes - ermöglichen.

  • Wir fordern testweise Elektrokleinbusse im Hop-on-hop-off-Konzept in den Abendstunden zur Verbindung der wichtigsten Punkte des Wiesbadener Nachtlebens einzusetzen. Diese sollen der Attraktivität des Nachtlebens in Wiesbaden dienen und somit auch die Lebensqualität junger Menschen steigern. Eine mögliche Verbindung dieser sogenannten „Nightlifeline“ könnte insbesondere die Fußgängerzone mit dem Schlachthof und dem Sedanplatz sein.

  • Wir fordern zu Attraktivitätssteigerung des ÖPNV einerseits die Einführung eines 365€-Tickets für den Verbundraum Wiesbaden-Mainz als auch die weitergehende Digitalisierung des Ticketing-Systems durch die Einführung der Zahlung mit beispielsweise Apple- oder Google-Pay.

  • Wir fordern die Verbesserung der Anbindung, Zugänglichkeit, des Komforts und der Beleuchtung der Bahnhöfe im Wiesbadener Osten (Igstadt, Erbenheim, Auring-Medenbach), um die Attraktivität der Nutzung der Ländchesbahn zu steigern. Die bereits bestehende Möglichkeit aus den Vororten schnell zum Wiesbadener Hbf und damit auch in die Innenstadt zu gelangen, ist dadurch mehr ins Bewusstsein der Bewohner zu rufen und kann damit den Individualverkehr in der Innenstadt weiter verringern. Gleichzeitig ist gemeinsam mit der HLB, dem Land Hessen und der Stadt Niedernhausen, die Ausweitung dieses Angebots zu prüfen.

  • Wir fordern die Steigerung der objektiven und subjektiven Sicherheit an Bushaltestellen durch bessere Beleuchtung und Ausweitung der Videoüberwachung an zentralen Knotenpunkten.

  • Wir stehen klar hinter dem Ausbau der Wallauer Spange zur schnellen Anbindung Wiesbadens an den Frankfurter Flughafen und zur Schaffung der Regionaltangente West. Weiterhin unterstützen wir die bereits bestehenden Pläne, neben dem bestehenden Bahnhof Erbenheim, auch einen weiteren Haltepunkt in Delkenheim inkl. entsprechender P&R- und Bus-Anbindungen zu errichten.

Wiesbaden ist heute bereits lebens- und liebenswert. Damit die Stadt sich weiterentwickeln kann ist eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt und die Schaffung neuer Stadtteile unersetzlich. Gleichzeitig muss Wiesbaden dies auch nach außen zeigen und eine neue Identität schaffen. Die Zeiten der Weltkurstadt sind schon lange vorbei.

Big City Life Wiesbaden

  • Wir setzen uns dafür ein, dass Wiesbaden schnellstmöglich mehr Wohnungen baut um dem steigenden Wohnungsdruck und den steigenden Mieten entschieden entgegenzutreten. Wir stehen klar für den Bau des neuen Stadtteils Ostfeld/ Kalkofen und möchten uns hier für einen nachhaltigen und urbanen Bau mit einem Mix aus Arbeit und Wohnen, insbesondere des studentischen Wohnens, sowie guter Anbindung an den ÖPNV stark machen.

  • Wir werden uns in der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung und beim Land dafür einsetzen, dass Wiesbaden zum Universitätsstandort wird und damit nicht nur die Universitäten der Rhein-Main-Region ergänzt und diese attraktiver für Studenten macht, sondern Wiesbaden zudem auch zukunftsfähig werden lässt. Die damit einhergehende Strukturförderung und die Belebung durch Studenten und Start-ups innerhalb der Stadt, würde zu einer Belebung der Innenstadt führen und zu einer Attraktivitätssteigerung für Gastronomie/ Kneipen und Clubs, die das wenig vorhandene Nachtleben in Wiesbaden wiederaufleben lassen können. Hierzu soll ein neuer Campus an geeigneter, innenstadtnaher Stelle errichtet werden.

  • Wir fordern, dass Wiesbaden seinen Wochenmarkt auf dem Dernschen Gelände bis in die Abendstunden ausweitet und so der arbeitenden Bevölkerung die Möglichkeit bietet, auch am Nachmittag und frühen Abend frische, regionale Lebensmittel zu erwerben. Weiterhin fordern wir einen kleinen Weinmarkt parallel zum Wochenmarkt zu initialisieren, welcher den Besuchern die Möglichkeit bietet, regionale Weine zu erwerben, aber auch als Treffpunkt zum Ausklingenlassen des Tages und zur weiteren Belebung der Innenstadt dienen soll.

  • Wir fordern die Aufwertung des Mauritiusplatzes mit einem dauerhaften gastronomischen Angebot. Dadurch kann die Aufenthaltsqualität deutlich gesteigert werden.

  • Am Platz der dt. Einheit fordern wir die Installation einer Kleinkunstbühne zur kulturellen Belebung. Auch hier kann dies zur Steigerung der Aufenthaltsqualität auf dem neugestalteten Platz führen.

  • Wir fordern die Ausweitung der Waffenverbotszone bis zur Wilhelmstraße, um sowohl die objektive als auch die subjektive Sicherheit zu erhöhen. Für diesen Zweck setzen wir uns auch für die Verbesserung der Beleuchtung durch neue LED-Technik und Bewegungsmelder-gesteuerten Lichteralleen in den Parkanlagen ein.

  • Wir fordern die Verlängerung der Öffnungszeiten des Sternschnuppenmarktes bis zur gesetzlich geltenden Nachtruhe um 22 Uhr bzw. die Verschiebung der Öffnung um eine bzw. eine halbe (am Wochenende) Stunde nach hinten. Als mitunter schönster Weihnachtsmarkt der Region, lockt der Wiesbadener Sternschnuppenmarkt tagtäglich viele tausend Besucher insbesondere in den Abendstunden in die Stadt. Um diesen eher abendlichen Besuchermagneten zu stärken, ist eine Verschiebung der Öffnungszeiten förderlich.

  • Wir fordern den schönen Neroberg wieder mehr in den Fokus zu rücken und eine neue Tourismus-Attraktion zu schaffen, indem ein „Hollywood“-Schriftzug WIESBADEN am Hang des Nerobergs installiert wird, welcher z.B. in der Schriftart „Wiesbaden Swing“ einmal mehr einen Teil Wiesbadens zum Ausdruck bringt.

  • Wir fordern mehr Spielmöglichkeiten für Kinder im Bereich der Langgasse sowie mehr Sitzmöglichkeiten. Dafür ist zwischen Mauritiusplatz und Webergasse ein Grünstreifen bzw. „grüne Sonnensegeln“ zu schaffen, um auch in diesem Bereich ein wenig Entspannung und Ruhe zu ermöglichen.

  • Wir unterstützen die aktuellen Bestrebungen der Stadt ein Infoportal zum Grillen aufzubauen, in dem es möglich ist, alle Services zu dem Thema abzurufen, Informationen zum Grillen zu erhalten und auch die Buchung fester Grillplätze vorzunehmen.

  • Wir fordern die Installation eines Wasserspielplatzes auf dem Gelände des alten Friedhofs, um das Freizeitgelände für Familien noch attraktiver zu machen.

  • Wir fordern, die Idee eines Hauses der Geschichte wieder aufzunehmen und Wiesbaden zum historischen Zentrum des Landes werden zu lassen. Als Standort könnte dabei die Nähe zum Landesmuseum sowie dem Hochbunker aus dem 2. Weltkrieg in Betracht gezogen werden, um ein geschichtliches Zentrum zu etablieren.

  • Wir fordern die wöchentliche, abendliche Projektion des UNESCO-Weltdokumentarerbes „Metropolis“ auf eine innerstädtische Wand. In der Murnau-Stiftung am Wiesbadener Schlachthof befindet sich dieser Stummfilm von Fritz Lang als einer der geheimen Schätze der Stadt, der zur städtischen kulturellen Attraktion werden soll. Eine gute Projektionsmöglichkeit wäre beispielsweise eine der vielen ungenutzten Brandmauern. Diese Ausstellung soll filmwissenschaftlich begleitet auch an Wiesbaden als Filmstadt zurückerinnern.

Im Bereich der Digitalisierung muss Wiesbaden eine Vorreiterrolle übernehmen. Nicht nur die eigene Verwaltung muss digitaler werden, sondern auch die Förderung innovativer Unternehmen, die dies unterstützen, muss im Fokus stehen.

Wiesbaden 4.0

  • Wir fordern, dass Wiesbaden Vorreiter beim Ausbau digitaler Verwaltungsleistungen wird. Hierfür soll das digitale Bürgerbüro zum Online-Portal für Bürger ausgebaut werden, welches nach einem Prinzip, ähnlich dem des Online-Bankings, ermöglicht, alle Verwaltungsdienstleistungen über das Internet abrufen und bestellen zu können. Hier gilt es vor allem auf die Benutzerfreundlichkeit zu achten. In diesem Zuge soll auch die Website der Stadt aktualisiert werden und damit an Benutzerfreundlichkeit und Transparenz gewinnen. Die Zuständigkeiten und Kontaktdaten einzelner Ämter sollen hierbei auch einfacher ersichtlicher werden.

  • Wir fordern die Stadt auf eine Wiesbaden-App zu entwickeln, die alle Services und bereits bestehende Apps der Stadt in einer App bündelt. In dieser sollen neben wichtigen Informationen für Touristen, wie Ausgehtipps/ Sehenswürdigkeiten und Fahrradrouten, auch Busfahrpläne und -tickets abrufbar sowie Eintrittskarten für Veranstaltungen in der Stadt buchbar sein. Die App „sauberes Wiesbaden“ soll ebenfalls integriert und Einzelhändlern die Möglichkeit geboten werden Gutscheine einzustellen. Auch das Infoportal zum Grillen und die digitalen Bürgerdienste sollen auf diese Art einfach abrufbar sein.

  • Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadt bezahlbare Räumlichkeiten für Start-ups und Co-working-spaces in der Innenstadt bereitstellt. Als mögliche Räumlichkeiten sind das Alte Gericht oder das noch entstehende Quartier 5 Gassen möglich.

  • Wir fordern den Ausbau der Daten-Infrastruktur zum Ermöglichen eines reibungslosen Verlaufs im Homeoffice. Zudem sollen die städtischen Angestellten wo immer möglich, die Möglichkeit des Homeoffice nutzen können. Am eigentlichen Arbeitsplatz sollen Poolarbeitsplätze für Mitarbeiter bestehen bleiben.

  • Wiesbadens Unternehmen sind ein enorm wichtiger Bestandteil der Stadt und sorgen mit den Zahlungen der Gewerbesteuer, aber häufig auch vielen weiteren Förderungen oder Stiftungen, für den Wohlstand, den wir in unserer Landeshauptstadt besitzen. Nach der letzten Erhöhung der Gewerbesteuer haben uns kostenbedingt leider einige, mitunter große Unternehmen verlassen. So hat einer der größten europäischen Hotelketten, die B&B Hotels, ihre Deutschland-Zentrale nach Hochheim verlegt. Ohne eine große Attraktivitätssteigerung für Unternehmen, war es falsch diese Erhöhung vorzunehmen und so den Abzug großer Gewerbesteuerzahler zu verursachen. Wir möchten wieder mehr Unternehmen in Wiesbaden ansiedeln, darum soll die Stadt attraktive Gewerbeflächen für Unternehmen ausweisen und eine gute ÖPNV-Verbindung sicherstellen.

Unsere Kandidaten