Spallek: Kritik der GEW an der Nationalhymne ist lächerlich

(rw) Der Chef der GEW, Ulrich Thöne, hat in einem Interview in der vergangenen Woche geäußert, dass die deutsche Nationalhymne „Nationalismus“ und „Leitkultur“ transportiere. Deshalb legt die Gewerkschaft ihre Broschüre „Argumente gegen das Deutschlandlied“ neu auf und wird sie an den Schulen verteilen.

Der Wiesbadener JU-Vorsitzende, Stefan Spallek, bezeichnet die Kritik des GEW-Chefs an der Nationalhymne als lächerlich und fordert ihn auf, die Gelder nicht so sinnlos zu verschleudern.

„Es ist nicht nachzuvollziehen was an der Hymne der Einschätzung von Thöne entspricht, denn schließlich handelt es sich wohl um eine der friedvollsten Nationalhymnen“, stellt Spallek fest. Was soll schlecht daran sein, wenn Beckenbauer, Podolski und Klinsmann im Fußballstadion singen: „Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland. Danach lasst uns alle streben, brüderlich mit Herz und Hand. Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand. Blüh‘ im Glanze dieses Glückes, blühe, deutsches Vaterland.“

Andere Nationen, wie zum Beispiel die Franzosen und Portugiesen, rufen zu den Waffen. Argentinier, Italiener, Togolesen oder Iraner schwören freudig für ihr Vaterland zu sterben. Und dies alles noch schön militärisch intoniert.

„Was ist so schlimm an Einigkeit, Recht und Freiheit?“, fragt sich der JU-Vorsitzende. „Nicht zuletzt die Freiheit sollte für jeden ein erstrebenswertes Gut sein oder ist es schon vergessen worden, dass es gerade einmal 16 Jahre her ist, dass die Bürgerinnen und Bürger der DDR für ihre Freiheit auf die Straße gegangen sind?“, fragt sich Spallek weiter.

„Deshalb könnte man die Äußerung von Thöne eigentlich unter der Rubrik „Sommerloch“ abtun, wenn, die GEW nicht 260.000 Lehrer und Erzieher vertreten würde, die diesen Unsinn in die Kindergärten, Schulen und Universitäten tragen würde“, stellt Spallek fest.

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